Lightroom-Fotos in einer selbst gehosteten PicPeak-Galerie veröffentlichen
Lightroom Classic mit PicPeak verbinden, Kundengalerien veröffentlichen und Bewertungen aus dem Proofing zurück zu den RAW-Dateien holen.
Das Lightroom PicPeak Plugin überträgt Fotos aus Lightroom Classic in eine selbst gehostete PicPeak-Kundengalerie und holt die Auswahl der Kunden zur Bearbeitung zurück. Die erste Implementierung habe ich geschrieben. Diese Anleitung folgt dem aktuellen Ablauf im PicPeak-Repository.
Stand September 2026: Die Verbindung läuft jetzt über PicPeak Overview und einen Token im Schlüsselbund des Betriebssystems. Der Ablauf umfasst außerdem den Import von Kundenbewertungen und die Rückgabe fertiger Bearbeitungen an die zugehörigen Proofs.
Voraussetzungen
- Lightroom Classic unter Windows oder macOS
- Ein PicPeak-Server mit aktivierter v1-API
- Ein Konto, das API-Tokens erstellen darf
- Lokale RAW-Dateien, falls du die Auswahl aus dem Proofing importieren willst
Für den Import der Auswahl braucht der Server den Endpunkt GET /api/v1/events/:id/photos. Ältere Server unterstützen unter Umständen Export und Veröffentlichen, aber nicht den Importer.
1. Herunterladen und installieren
Lade das aktuelle Plugin herunter oder klone es in einen dauerhaften Ordner. Öffne in Lightroom Classic Datei → Zusatzmodul-Manager → Hinzufügen und wähle picpeak-plugin.lrplugin aus.
Das Plugin läuft direkt aus dem Quellcode, einen Build-Schritt gibt es nicht. Wenn du seine Dateien aktualisierst, klicke im Zusatzmodul-Manager auf Zusatzmodul neu laden.
2. Mit PicPeak verbinden
Öffne Bibliothek → Zusatzmoduloptionen → PicPeak Overview und wähle Config. Trage die URL deines Servers ein und klicke auf Sign in….
Das Plugin tauscht dein Passwort gegen einen API-Token und speichert den Token im Schlüsselbund des Betriebssystems. Das Passwort wird nicht gespeichert. Tokens kannst du in PicPeak unter Settings → API Tokens widerrufen.
Bei SSO oder reCAPTCHA wählst du Advanced und fügst einen manuell erstellten Token mit dem Scope admin ein. Die Verbindungsdokumentation beschreibt die verschiedenen Serverkonfigurationen.
3. Galerie exportieren oder veröffentlichen
Für eine einmalige Lieferung wählst du die Fotos aus und nutzt Datei → Exportieren → PicPeak Exporter. Wähle das Ziel-Event, lege Format und Größe der gerenderten Bilder fest und exportiere.
Für eine Lightroom-Sammlung, die du laufend erweiterst, nimmst du den PicPeak-Veröffentlichungsdienst. Merk dir, in welches Event du veröffentlichst: Dasselbe Event brauchst du später, wenn du die bearbeiteten Fotos zurückgibst.
Für das Proofing lädst du JPEGs hoch, deren Dateinamen sich den Original-RAW-Dateien zuordnen lassen. Sollen deine Kunden Farbmarkierungen nutzen, aktiviere sie in den Feedback-Einstellungen des Events.
4. Kundenauswahl importieren
Sobald der Kunde seine Auswahl markiert hat, öffne den PicPeak Importer. Wähle das Event und den Ordner mit deinen RAW-Dateien und entscheide dich dann für alle Dateien oder nur die markierte Auswahl.
Der Importer ordnet die lokalen Dateien zu, überträgt Bewertungen und Farbmarkierungen und sammelt die Fotos in Lightroom. Die Standard-Konfliktregel ist Fill empty only (nur leere Werte füllen): Vorhandene Werte bleiben erhalten. Ändere die Regel nur, wenn die Auswahl aus PicPeak deine eigenen Werte überschreiben soll.
Bei einem Shooting mit mehreren Kameras machst du die Dateinamen vor dem Hochladen eindeutig. Der Matching-Leitfaden erklärt Kamerapräfixe und die optionale Ausweichzuordnung über die Nummer am Ende des Dateinamens. Uneindeutige Treffer werden gemeldet, nicht geraten.
5. Fertige Bearbeitungen zurückgeben
Bearbeite die zugeordneten RAW-Dateien und exportiere sie in dasselbe Event, aus dem sie stammen. Das Plugin ersetzt jedes Proof anhand der gespeicherten PicPeak-Foto-ID und behält dabei Bewertungen, Markierungen, Kommentare und die Position in der Galerie bei. Benennst du das Foto in Lightroom um, bleibt die Verknüpfung bestehen, weil sie auf der ID beruht.
Exportierst du in ein anderes Event, wird jedes Bild dort als neues Foto angelegt.
Fehlersuche
Schalte das Logging unter Zusatzmodul-Manager → PicPeak → Logging ein, wiederhole die fehlgeschlagene Aktion und klicke auf Show log file. Scheitert ein Import, prüfe die Zuordnung der Dateinamen, den gewählten RAW-Ordner, den Server-Endpunkt und deine Konfliktregel.
Mehr Details stehen in der Roundtrip-Anleitung. Fehler meldest du über ein Issue.
Für eine selbst gehostete private Fotobibliothek neben den Kundengalerien gibt es das Lightroom Immich Plugin.
